Anzeichen & Symptome

10 Warnsignale einer bipolaren Störung: Symptome von Depressionen oder einer Manie

Eine bipolare Störung wirkt sich auf die Stimmung aus und ist auch bekannt unter manischer Depressionsstörung. Die Krankheit kann durch einen Psychiater diagnostiziert werden. Eine Person, die bipolar ist, wird von schweren Depressionen geplagt, mit Anfällen von Manie mit starken Stimmungsschwankungen.

Es wird zwischen fünf Klassifikationen bipolarer Störungen unterschieden. Bei bipolarer Störung 1 hat ein Betroffener definierte manische Phasen. Bei der bipolaren Störung 2 sind es leichtere Manie-Phasen, auch Hypomanie, gepaart mit Depressionen. Bei der Cyclothymie hat eine Person keine schweren Depressionen oder manische Phasen aber dennoch Zyklen von Stimmungsschwankungen. Man bezeichnet es als schnellen Zyklenverlauf, wenn eine Person mindestens vier davon in einem Jahr hat. Dies geht bis hin zu einem Verlauf mit täglichen Unterschieden bei sehr sehr schnellen Zyklen. Normalerweise wechseln bipolare Menschen nur einmal im Jahr zwischen depressiv und manisch. Zuletzt gibt es noch die bipolare NOS Störung, bei der Personen in keine bestimmte Kategorie passen, aber dennoch durch ihre bipolaren Symptome beeinträchtigt werden.

Die Symptome bipolarer Störungen können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Krankheit gekennzeichnet ist, durch sowohl Depressionen als auch Manie – ohne einen dieser Zustände, fällt die Diagnose wahrscheinlich auf eine andere Stimmungsstörung.

Hier sind 10 häufige Symptome bipolarer Störungen, kategorisiert nach ihren depressiven oder manischen Faktoren.

1. Depression: Suizidgendanken

Eines der ernstesten Symptome einer bipolaren Störung ist die Möglichkeit von Suizidgendanken. In der Depressionsphase fühlen sich Betroffene so niedergeschlagen, dass Sie Selbstmord in Betracht ziehen. Sogar wenn die Krankheit diagnostiziert und mit Medikamenten behandelt wurde, können die Suizidgedanken wiederkehren. Sie können eine traurige Nebenwirkung der Medikamente sein. Wenn Sie sich selbstmordgefährdet fühlen, oder Sie einen Bekannten haben, der suizidgefährdet ist, rufen Sie bei Ihrer nächsten psychiatrischen Anstalt an und geben Sie sich in Behandlung.

2. Manie: Sprunghafte Gedanken

Während manischer Phasen der bipolaren Störung sind viele Menschen sprunghaft in Ihren Gedankengängen. Ihr Gehirn ist so voll von Ideen, Inspirationen und Emotionen, dass es schwer wird, damit klarzukommen. Die Symptome zeigen sich durch unregelmäßige Sprachmuster. Die betroffene Person kann es als schwierig empfinden, einer Konversation mehr als ein paar Sekunden zu folgen. Ihre Gedankengänge können verstörend wirken oder Zusammenhänge finden, wo keine vorhanden sind.

3. Depression: Verlust des Interesses an sozialen Aktivitäten

Eine depressive Person wird sich wahrscheinlich isolieren und es ablehnen an sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Sie verlieren das interesse an vorherigen Aktivitäten. Dies rührt her von Angstzuständen in sozialen Situationen, oder von einem Mangel an Energie sozial zu sein. An sozialen Aktivitäten teilzunehmen kann einfach zu viel für bipolare Menschen sein. Leider isoliert das Vermeiden sozialer Situationen Betroffene noch mehr, was ihre Angst davor und die Depressionen noch verstärken. Jemandem aus einem solchen Loch wieder herauszuhelfen ist eine schwere therapeutische Leistung. Sie sollten Schritt für Schritt wieder an sozialen Aktivitäten teilnehmen und langsam ihre Grenzen, in denen sie sich wohl fühlen, erweitern.

4. Manie: Aufgeblasenes Ego

In einer manischen Phase entwickelt eine bipolare Person oft ein aufgeblasenes Ego. Dies steht ganz im Gegensatz zu dem Selbsthass bei Depressionen. Die Betroffenen verändern dabei oft ihren Kleidungsstil und Verhaltensweisen, um in der Öffentlichkeit anzugeben. Sie versuchen dabei die Menschen in ihrem Umfeld zu verändern, um sie im Vergleich zu ihrem temporären Ego schlecht dastehen zu lassen. Sowie die manische Phase langsam in eine Depression übergeht, zeugen ihre Handlungen von Selbsthass und weiterer Verhaltensänderungen.

5. Depression: Schuldgefühle

Personen, die depressiv ist, können Schuldgefühle aufgrund ihrer Krankheit entwickeln. Sie fühlen sich vielleicht Schuld an dem Druck, den die Krankheit auf die ihnen nahestehenden Menschen ausübt. Sie fühlen sich schlecht, weil sie ihre Emotionen nicht kontrollieren können. Eine bipolare Störung ist keine Wahl, sondern eine Last. Die betroffene Person sollte sich nicht schuldig für ihre Krankheit fühlen. Das ist leider leichter gesagt als getan. Betroffenen Personen hilft es ungemein, ihre Krankheit, sowie die emotionalen und körperlichen Symptome zu verstehen.

6. Manie: Geld zum Fenster hinauswerfen

Das Gefühl der Manie kann auch finanzielle Rückwirkungen haben. Manische Menschen haben oft einen Kauf-Wahn und fühlen sich gut dabei. Sie denken nicht an Ihre anderen finanziellen Verpflichtungen und kaufen Dinge nach ihrem emotionalen Empfinden anstatt nach rationalem Denken. Am Ende einer manischen Phase ist ihr Konto leer geräumt und vielleicht sogar überzogen. Die physischen Dinge, die sie besitzen, können Sie vielleicht kurzfristig glücklich machen, sie sind aber kein Heilmittel für die zugrunde liegende Krankheit.

7. Depression: Energielosigkeit

Wenn eine bipolare Person in einer depressiven Phase ist, fehlt ihr oft die Energie tagtägliche Dinge zu erledigen. Das kann duschen, kochen und essen, sowie sich um die Familie kümmern beinhalten. Die Energielosigkeit wird durch die Depression verursacht, aber kann auch von abnormalen Schlafgewohnheiten herrühren. Depressive Menschen schlafen häufig viele Stunden länger als nötig. Zu langes Schlafen führt jedoch zu Schläfrigkeit während des Tages. Betroffene können auch an Schlafstörungen leiden; dabei liegen sie wach im Bett und denken über ihre Sorgen nach. Eine Behandlungsmöglichkeit wären hier Schlafmittel, die helfen können, wieder einen normalen Schlafrhythmus zu bekommen, um wieder Energie tanken zu können.

8. Manie: Impulsivität

Während manischer Phasen sind bipolare Menschen oft impulsiv, was dazu führt, dass sie unverantwortlich werden. Sie schwänzen die Schule oder gehen nicht zur Arbeit, um an aufregenderen Aktivitäten teilzunehmen. Außerdem neigen sie dabei dazu, vermehrt das Risiko zu suchen. Sie sind plötzlich interessiert an Aktivitäten, von denen Sie früher die Finger gelassen hätten.

9. Depression: Wutanfälle ohne triftigen Grund

Die Frustration darüber, depressiv zu sein äußert sich in Verärgerung und Wut. Diese richtet sich häufig auf die bipolare Person selbst, da aufgrund der Krankheit an unkontrollierbarem Selbsthass leidet. Wenn die Frustration überkocht, kann sich diese aber auch gegen Nahestehende richten. Die kleinste Kleinigkeit kann sie in Rage versetzen. Wenn man sie damit konfrontiert, wissen sie nicht, warum sie wütend sind, nur dass sie es sind. Diese Wut kann sich schnell in Wehmut verwandeln.

10. Manie: Erhöhter Sexualtrieb

Eine depressive Person in manischen Phasen nimmt häufig an unangemessenen sexuellen Aktivitäten teil. Während sie sonst vielleicht vollkommen monogam lebt, betrügt sie ihren Partner in manischen Phasen mit mehreren Affären. Die sexuellen Aktivitäten können an öffentlichen Plätzen stattfinden, wobei sich die Person den rechtlichen Konsequenzen nicht bewusst ist. Der sexuelle Drang ist bei Manien und Depressionen unterschiedlich. Wenn sie depressiv sind, ist er oft praktisch nicht existent.

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