Anzeichen & Symptome

10 häufige Symptome der Crohn-Krankheit

Crohn's Disease

Die Crohn-Krankheit verursacht schmerzhafte Entzündungen und wird durch eine Kombination aus bakteriellen, immunologischen, genetischen und umweltbedingten Faktoren verursacht. Dabei greift das Immunsystem des Patienten den Darm an. Bis vor Kurzem wurde sie als Autoimmunkrankheit geführt, mittlerweile aber als Immundefekt klassifiziert.

Es gibt keine bekannten Heilungsmethoden für die Crohn-Krankheit. Die Beschwerden und Symptome lassen sich jedoch mit einer Reihe von Behandlungsoptionen kontrollieren.

Die Krankheit kann gleichermaßen bei Frauen und Männern sowie in jedem Alter auftreten. Bei Rauchern ist eine Erkrankung doppelt so wahrscheinlich. Viele der Symptome haben ihren Ursprung im Magen-Darm-Trakt, können aber den gesamten Körper betreffen.

Hier sind 10 häufige Symptome der Crohn-Krankheit…

1. Bauchschmerzen

Bauchschmerzen können eines der ersten Symptome bei einer Crohn-Erkrankung sein. Entzündung und Reizung des Darms, sowie die Bildung von Geschwüren bei fortgeschrittenem Krankheitsbild, können die normale Verdauung in einem schmerzhaften Akt verwandeln. Bauchweh, das zu erbrechen führt, kann Hinweis auf eine Darmverstopfung sein. Falls Sie regelmäßig starke Bauchschmerzen haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da die Crohn-Krankheit viele, ernsthafte Komplikationen mit sich bringen kann.

2. Krämpfe

Bei schweren Fällen treten häufig starke Krämpfe auf. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann sich Narbengewebe um den Darm herum bilden. Bei der Nahrungsaufnahme können die Narben reißen, was zu extrem schmerzhaften Krämpfen führt. Betroffene können aufgrund der Schmerzen unter Übelkeit oder Erbrechen leiden, was die totale Verweigerung der Nahrungsaufnahme zur Folge haben kann. Außerdem können Blähungen und Flatulenz – verursacht durch die Krankheit – zu Krämpfen führen.

3. Durchfall

Indem die Crohn-Krankheit den Darm befällt, beginnt dieser Wasser und Elektrolyte auszusondern. Beides vermischt sich mit dem Stuhl und verursacht Durchfall. Falls der Dickdarm betroffen ist, führt dies zu geringen Mengen an Durchfall mehrmals am Tag. Im Fall des Dünndarms ist es andersherum. Falls Sie an regelmäßigem Durchfall leiden, schützen Sie sich vor Dehydrierung, indem Sie nicht nur Wasser, sonder auch Salze und Mineralien zu sich nehmen.

4. Blutiger Stuhl

Blut im Stuhl ist ein beunruhigendes Symptom. Da die Entzündung des Darms Geschwüre verursacht, kann sich Blut mit dem Stuhl vermischen. Je weiter oben im Verdauungstrakt sich die Quelle der Blutung befindet, desto dunkler ist die Farbe von Stuhl und Blut. Häufiger Durchfall kann blutige Flüssigkeit zur Folge haben. Falls Sie irgendeine Form von blutigem Stuhl bemerken, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

5. Häufiger Stuhlgang

Bei chronischem Durchfall können Betroffene an häufigem Stuhlgang leiden – bis zu 20-mal am Tag und selbst nachts, was eine Vielzahl an Problemen (z.B. Hämorriden) mit sich bringt. Längere Crohn-Erkrankungen können zu Inkontinenz führen und am Darmausgang Fisteln und Abszesse verursachen, die wiederum zur Inkontinenz beitragen.

6. Gewichtsverlust

Die Crohn-Krankheit kann (insofern sie vor der Pubertät eintritt) Einfluss auf das Wachstum bei Kindern haben, indem sie die Aufnahme von Nährstoffen verschlechtert und somit das Wachsen junger Menschen beeinträchtigt. Bei Erwachsenen kann die Krankheit zudem Gewichtsverlust verursachen, da Patienten häufig die Nahrungsaufnahme verweigern, um die Symptome zu lindern. Außerdem kann die Aufnahme von Kohlenhydraten und Fett unterbunden sein, was zu einem Verlust an Kalorien führt.

7. Arthritis

Menschen mit Crohn-Krankheit haben ein größeres Risiko an seronegativer Spondylarthropathie zu erkranken. Diese Krankheit befällt das Skelett und ähnelt dem Gelenkrheumatismus in puncto Symptome. Große Gelenke, wie an Schultern, Knien und Hüfte können sich entzünden. Kleine Gelenke an Händen und Füßen ebenfalls. Zudem wird der Drehimpuls gestört, was Bewegung und Körperfunktionen beeinträchtigt.

8. Augenschmerzen

Sehbeschwerden können eine Begleiterscheinung der Crohn-Krankheit sein. Diese Augenprobleme können ernsthafte Konsequenzen haben, sollten sie unbehandelt bleiben und sogar zur Erblindung führen. Eine Erkrankung, genannt Episkleritis, betrifft das Weiße des Auges. Eine andere, Uveitis, befällt das Augeninnere. Beides sind die Folge von Entzündungen. Falls Sie Crohn-Patient sind oder es vermuten, und an Augenschmerzen, Schwellungen im Augenbereich oder Sehverlust leiden, kontaktieren Sie ihren Arzt sofort.

9. Gallensteine

Crohn-Krankheit kann den Krummdamm – den letzten Teil des Dünndarms – befallen. Seine Funktion ist die Aufnahme von Vitamin B12 und Gallensalzen. Bei Beeinträchtigung des Krummdamms werden die Salze nicht aufgenommen, sondern ausgeschieden, wodurch die Gallenblase in ein ungleichmäßiges Verhältnis von Cholesterin und Galle gerät, was schließlich zu Gallensteinen führt. Gallensteine sind sehr schmerzhaft und ähneln den Symptomen eines Herzinfarkts.

10. Hautprobleme

Die Crohn-Krankheit kann sich auf der Haut von Betroffenen bemerkbar machen und Blutgerinnsel verursachen, die zu tiefer Venenthrombose führen. Es gibt zwei Hauptmerkmale auf der Haut: Erythema nodosum (Knotenrose) und Pyoderma gangenosum, auch Dermatitis ulcerosa genannt. Ersteres bildet rote Knötchen im Schienbeinbereich. Pyoderma gangenosum verursacht Geschwüre in der Form abgestorbenen Gewebes – häufig an den Beinen, aber auch am Rest des Körpers. Beide Symptome beginnen mit kleinen, oberflächlichen Beschwerden, haben aber im Laufe der Zeit große und schmerzhafte Folgen.

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