Anzeichen & Symptome

10 häufige Symptome bei Gicht

Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung, an der neuerdings wieder mehr Menschen leiden. Diese unangenehme Form von Arthritis kann bei jedem auftreten, ist aber am häufigsten bei Personen über 30 Jahren. Außerdem erkranken mehr Männer als Frauen an Gicht.

Die Ursachen für Gicht sind hauptsächlich in der Ernährung zu finden. Verursacht wird die Krankheit durch die Ansammlung von Harnsäure in den Gelenken, was zu Schmerzen führt. Die meisten Betroffenen leiden daher unter Hyperurikämie – unnormal hoher Harnsäurelevel im Körper. Nicht alle Menschen mit Hyperurikämie leiden jedoch an Gicht.

Auslöser eines Gichtanfalls ist oftmals eine üppige, purinreiche Mahlzeit. Dabei ist Dehydrierung der Hauptgrund für Gichtschmerzen. Daher lösen bestimmte Getränkearten, wie Kaffe, Tee und Alkohol, oder harntreibende Medikamente oftmals eine Attacke aus. Arzneien zur Behandlung von Nierenproblemen sind ebenfalls nicht unproblematisch.

Die Symptome von Gicht können denen anderer Formen von Arthritis ähneln. Hier sind zehn der häufigsten Symptome – falls Sie unter einem oder mehreren davon leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

1. Schmerzen im Zeh

Schmerzen im großen Zeh weisen deutlich auf Gicht hin. Dieses Symptom wird im Zusammenhang mit einer Gichtdiagnose Podagra (Fußgicht) genannt. Bei dieser Erkrankung sammelt sich Harnsäure im Gelenk des großen Zehs. Das Ergebnis ist ein stark schmerzender Zeh und Schwierigkeiten mit dem Gehen. Normalerweise halten die Schmerzen wenige Stunden oder Tage an.

2. Empfindlichkeit

Ist die ursprüngliche Schmerzattacke einmal abgeklungen, stellt sich häufig längerfristige Empfindlichkeit ein – entweder direkt am betroffenen Gelenk oder bis in andere Körperbereiche hin ausstrahlend. Falls Ihr Zeh der Ursprung ist, kann Ihr ganzer Fuß bis hinauf zum Knie empfindlich auf Berührung reagieren. Oft dauert es Wochen, bis der Zustand nachlässt.

3. Schwellungen

Betroffene Gelenke können mit starken Entzündungen reagieren und zu Schwellungen am Gelenk führen, die sich auch darüber hinaus ausbreiten können. Bei Gicht im großen Zeh ist es z.B. möglich, dass Fuß und Bein anschwellen und schmerzen. Kalte Kompressen können Abhilfe schaffen.

4. Plötzliche Schmerzattacken

Falls Sie an Gicht leiden, können Sie plötzliche starke Schmerzattacken haben. Selbst Gehen ist dann nicht möglich und die einzige Lösung sind Medikamente, Ruhe und Erholung.

5. Nachtschmerzen

Häufig treten Gichtschmerzen mitten in der Nacht auf. Beim Schlafengehen fühlen Sie sich vielleicht noch sehr wohl, wachen dann aber plötzlich auf, da Ihr Gelenk höllisch schmerzt. Bei einem akuten Gichtanfall kann selbst die Bettdecke Schmerzen verursachen. Am Morgen lassen die Beschwerden meistens nach, können aber zu längerer Bettlägerigkeit führen.

7. Nierensteine

Gicht ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die noch dazu zu einem ebenso schmerzhaften Symptom führen kann. Die Ansammlung von Harnsäure kann nicht nur in den Gelenken stattfinden, sondern bis in den Harntrakt vorschreiten, wo sich unter Umständen Nierensteine bilden. Die Symptome hierbei sind schmerzhaftes, blutdurchsetztes Urinieren sowie Bauch- und Rückenschmerzen. Die Beschwerden können dabei so stark sein, dass Übelkeit und Erbrechen sekundäre Symptome darstellen.

8. Ansammlung von Harnsäure an mehreren Stellen

Harnsäure kann sich an verschiedenen Körperstellen gleichzeitig ansammeln. Neben Gelenken zählt dazu weiches Gewebe an Ellenbogen, Händen und Knöcheln. Die Knoten, die in diesem Fall zu finden sind, werden als Tophi bezeichnet. Generell wird die Diagnose durch eine Biopsie dieser Gichtperlen bestätigt.

9. Fieber

Gicht fängt meist in einem einzelnen Gelenk an, kann sich aber schnell in mehreren Körperregionen bemerkbar machen – was als polyartikulare Gicht bezeichnet wird. Bei Betroffene leiden häufig unter Fieber. Das Fieber ist dabei normalerweise niedrig und Folge starker Entzündungen durch die Gicht. Daneben sind weitere Symptome Übelkeit, Müdigkeit und generelles Unwohlsein.

10. Hautablösungen

Eine weitere unangenehme Nebenwirkung von Gichtschwellungen ist die Schädigung der Haut um die betroffene Gegend herum. Die Entzündung und das Anschwellen dehnen und schädigen die Haut. In extremen Fällen kann die Haut dabei reißen, was zu Abschälung und Blutungen führt. Sollte eine Gichtstelle anfangen zu bluten, tragen Sie Salbe auf und bandagieren Sie die betroffene Stelle – denn das letzte, was Sie brauchen, ist eine Infektion, welche die Beschwerden zusätzlich verstärkt.

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