Anzeichen & Symptome

10 Anzeichen und Symptome von Divertikulitis

Divertikulose (das Auftreten von erbsengroßen Divertikeln, oder Ausstülpungen, in der Darmschleimhaut) ist häufig und relativ harmlos. Sie betrifft weltweit ca. 10 Prozent der unter Fünfzigjährigen und 50 Prozent der unter Achtzigjährigen. Die gute Nachricht ist, dass sich bei den meisten Betroffenen darüber hinaus keinerlei Symptome bemerkbar machen.

Wenn Divertikel jedoch wachsen und durch Stuhlgang, Verstopfung, Blähungen oder Flüssigkeiten – anfangen gegen die Darmwand zu drücken und diese schwächen, kann sich Divertikulitis entwickeln, deren Folgen ernsthafte Verdauungsstörungen wie z.B. starke Verstopfung, Entzündung, bakterielle Infektion oder rektale Blutungen sein können.

Hier sind zehn deutliche Anzeichen auf Divertikulitis…

1. Keine Symptome

Divertikulitis entwickelt sich oftmals unbemerkt. Viele Menschen verbringen ein ganzes Leben in Unwissenheit bezüglich ihrer Erkrankung und erhalten die Diagnose erst bei ärztlichen Untersuchungen, die damit eigentlich nicht in Zusammenhang stehen.

2. Starke Verdauungsbeschwerden

Bei abwechselnd starkem Durchfall und schmerzhafter Verstopfung ist ein Verdacht auf Divertikulitis nicht abwegig. Während man im Stadium vor der Entzündung normalerweise an Verstopfung leidet (was die Darmwände schwächt und die Bildung von Divertikeln sowie bakteriellen Infektionen ermöglicht), führt das Einsetzen von Divertikulitis zu plötzlichem Durchfall.

3. Fieber

Hohes Fieber (40 Grad und mehr) tritt häufig als Folge von Divertikulitis ein und wird von Schüttelfrost begleitet, der auf Peritonitis hinweisen kann – eine Krankheit, bei der sich das Bauchfell infiziert. Sollten Sie Fieber und andere Symptome aufweisen, ist medizinische Hilfe dringend notwendig.

4. Empfindlichkeit im Bauchraum

Bauchschmerzen können sich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar machen, z.B. indem sich die Krankheit im unteren Bereich des Bauchs bildet und zu Problemen mit dem Harntrakt oder Verhärtungen, Blähungen, Krämpfen und Ausdehnung im Unterleib führt.

5. Rektale Blutungen

Rektales Bluten entsteht durch die Verstopfung von Divertikeln mit Fäkalien, was zu größeren einmaligen Blutansammlungen im Stuhl oder gleichmäßigem Bluten führen kann. In jedem Fall sollten rektale Blutungen als Notfall eingestuft werden, da sie Infektionen oder Schwindsucht zur Folge haben können.

6. Entzündung

Ein weiteres Problem infizierter Divertikel sind Entzündungen – besonders die Ausdehnung der linken, unteren Bauchgegend. Druck auf diesen Bereich verstärkt den Schmerz und kann zu Übelkeit, Erbrechen und Atemnot führen.

7. Schmerz

Schmerz ist charakteristisch für eine Divertikulitis und deckt (abhängig vom Grad der Entzündung) das gesamte Spektrum – von leichtem Unbehagen bis hin zu unerträglichen Schmerzen – ab. Zu Beginn kann Schmerz kurz nach dem Essen auftreten und sich mit Hilfe von Blähungen rasch wieder verflüchtigen, wodurch Divertikulitis oft mit Reizdarmsyndrom (RDS) verwechselt wird.

8. Harntraktinfektionen

Ein weiteres Symptom sind beharrliche Infektionen des Harntrakts, wobei sich Fisteln (unnatürliche Hautwucherungen, durch die der Körper Infektionsherde abschirmt) zwischen Dickdarm und Blase bilden. Dies tritt häufiger bei Männern ein, da im weiblichen Körper Darm und Blase durch die Gebärmutter getrennt werden.

9. Blähungen

Mehrere Tage und sogar Wochen anhaltende Blähungen können auf Divertikulitis hinweisen. Verstärkt werden sie durch das Schlucken von Luft bei der Nahrungsaufnahme oder durch Verdauungsstörungen und Darmentzündungen.

10. Peritonitis

Peritonitis ist die Entzündung großer Bereiche des Bauchfells und tritt ein, wenn durch Divertikulitis verursachte Entzündungen und Infektionen nicht behandelt werden. Peritonitis verursacht hohes Fieber, eine verhärtete, gedehnte Bauchdecke sowie schmerzhafte Blähungen und führt innerhalb weniger Tage zum Tod.

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